Produktionskette

Die Kaffeepflanze

Die Kaffeepflanze ist ein immergrüner Strauch, der in warmem, feuchtem Klima unter dem Einfluss der großzügigen Regenfälle der Tropen gedeiht. Inmitten der ovalen Blätter verwandeln sich die stark duftenden weißen Blüten schon bald in Früchte, eigentliche Steinfrüchte, die so genannten Kaffeekirschen. Anfangs sind sie grün, wenn sie reif werden, wechselt ihre Farbe dann zu einem vollen Rot. Die Kirschen enthalten in ihrem Innern zwei bohnenförmige Samenkerne, deren abgeflachte Seiten mit einer Einkerbung in der Mitte einander zugewandt sind. Die berühmten Sorten? Die älteste und am meisten verbreitete Sorte ist der Arabica-Kaffee, ein Hochlandkaffee; er ist relativ empfindlich und wird besonders wegen seines milden und fruchtigen Geschmacks geschätzt. Die Sorte Robusta dagegen verträgt Hitze besser und ist widerstandsfähiger gegen Krankheiten, sie ist weniger verbreitet und ergibt ein Getränk von ausgeprägtem Geschmack mit bitteren, holzigen Noten.

Die Ernte

Wenn die Früchte anfangen, sich rot zu färben, ist die Zeit für die Kaffeeernte gekommen. Es handelt sich um einen heiklen Vorgang, denn je nach Höhenlage, Plantage und Klima erfordert die Ernte unterschiedliche Lösungen. Entweder wird das rasche, grobe Stripping-Verfahren (Abstreifen) angewandt, das zwar eine üppige Ernte, jedoch von ganz unterschiedlicher Qualität ergibt; auch werden große Pflückmaschinen eingesetzt. Ein anderes Ernteverfahren ist das wesentlich zeit- und kostenaufwändigere, genauere Picking (Pflücken), bei dem die Kaffeekirschen auf der Plantage einzeln je nach Reifegrad von Hand gepflückt werden. Der von Manuel Caffè gewählte Kaffee wird nach dem zuletzt genannten Handpflücksystem geerntet.

Die Aufbereitung

Nachdem die Kaffeekirschen auf den Boden gefallen sind, müssen die Bohnen vom Fruchtfleisch (der Pulpe) getrennt werden. Dies erfolgt in zwei verschiedenen Verfahren, entweder durch die so genannte “trockene Aufbereitung”, die sich der Kraft der Sonne bedient, um das Fruchtfleisch zu trocknen, oder aber durch die aufwändigere und genauere “nasse Aufbereitung”. Sie ergeben jeweils den natürlichen (ungewaschenen) oder den gewaschenen Rohkaffee. Danach müssen die Kaffeebohnen verlesen, nach Größe und Form sortiert und von den besten Verkostern kritisch beurteilt werden, bevor sie schließlich in großen Jutesäcken, auf denen alle Merkmale der Bohnen aufgedruckt sind, in alle Welt transportiert zu werden.