Heute mehr denn je scheint das Bedürfnis, sich das eigene innere Gleichgewicht zurückzuholen, unerlässlich zu sein, um ein höheres Wohlbefinden zu erreichen. Den Rhythmen der Natur zu folgen, uns wieder mit dem Wandel der Jahreszeiten zu verbinden und den Lauf der Zeit bewusst wahrzunehmen, gehört zu einem Lebensansatz, der uns genau dorthin führen kann.
Das Prinzip lautet, dass alles, was in der Natur existiert, Teil eines lebenswichtigen Systems ist, das durch biologische Zyklen geprägt wird – ein Zusammenhang, der auch wissenschaftlich belegt ist.
Es gilt als erwiesen, dass die produktivsten Stunden für Arbeit, Freizeit und Bewegung am Tag liegen, während die idealen Zeiten für Ruhe und bio-psycho-energetische Regeneration in der Nacht sind. Ebenso ist wichtig zu verstehen, dass die Organe des menschlichen Körpers im Tagesverlauf nicht gleich funktionieren.
Und was hat Kaffee damit zu tun?
Er hat damit zu tun, wenn wir die „zirkadianen Rhythmen“ betrachten – jenes zentrale Steuerungssystem unserer biologischen Uhr, das genetisch programmiert ist und nahezu alle Aspekte unseres Lebens beeinflusst: wann wir aufwachen, wann wir schlafen, wann wir aktiv sind und wie viel Energie wir haben.
Wenn diese Rhythmen im Gleichgewicht sind, verläuft das Leben leichter. Wir haben mehr Energie, sind positiver gestimmt, sozial stärker verbunden und empfinden unseren Alltag als erfüllender.
Die zirkadianen Rhythmen werden durch Sonnenlicht reguliert, das wiederum die Hormonproduktion steuert.
Das für unsere Kaffeebetrachtung relevante Hormon ist Cortisol – eine Substanz, die essenziell ist, um die Vitalfunktionen zu unterstützen und uns Energie für Momente zu geben, in denen wir uns müde und erschöpft fühlen. In zu hoher Konzentration kann es jedoch zu Ungleichgewichten im Immunsystem und zu verschiedenen Problemen führen, darunter Gewichtszunahme. Nicht ohne Grund wird Cortisol auch als „Stresshormon“ bezeichnet.
Nun müssen drei Faktoren berücksichtigt werden: die Uhrzeit des ersten Kaffees, seine Eigenschaften und der natürliche Produktionspeak dieses Hormons.
Die meisten Menschen wachen gegen 7/8 Uhr auf, und kurz danach wird Kaffee konsumiert – genau zu dem Zeitpunkt, an dem der Cortisolspiegel ohnehin seinen täglichen Höchststand erreicht.
Daraus lässt sich ableiten, dass in diesem Moment kein zusätzlicher „Energieschub“ notwendig ist: Der Körper verfügt bereits über genügend Energie für das Erwachen. Zusätzliches Cortisol könnte im Gegenteil sogar ein Gefühl von Müdigkeit oder Erschöpfung fördern.
Daher bringt der erste Kaffee direkt nach dem Aufwachen aus physiologischer Sicht nicht zwingend den gewünschten Energieeffekt der Koffeinwirkung.
Der Zeitpunkt, an dem der Körper tatsächlich stärker von Koffein profitieren würde, liegt eher in der Phase, in der der Cortisolspiegel sinkt – also zwischen 9:30 und 11:30 Uhr. In diesem Zeitraum könnte die Wirkung des Kaffees bis zu fünf Stunden anhalten.
Doch die psychologische Ebene darf nicht unterschätzt werden.
Was hilft uns oft überhaupt erst aufzustehen und – noch halb verschlafen – in der Küche aktiv zu werden, wenn nicht der Kaffee?
Aroma, Geschmack, Tradition, Gewohnheit, Familie. Ein Stück Komfortzone des frühen Morgens, unabhängig davon, wie die Nacht war.
Und wenn wir ihn uns verbieten würden, könnte genau das Stress verursachen – und damit wiederum Cortisol erhöhen?
Man könnte darüber lange diskutieren. Wie so oft gibt es keine absolute Wahrheit, sondern nur gesunden Menschenverstand.
Und um die Sinne anzuregen, empfehlen wir den #Mokalovers die besonders cremige Mischung Capriccio, die sich dank ihres schokoladigen Nachgeschmacks auch hervorragend mit Milch kombinieren lässt.










