Aus der Reihe „Kuriositäten aus der Welt des Kaffees“ hier eine Geschichte aus Tokio – einer Stadt, in der Tradition und radikale Innovation perfekt koexistieren.
Die Hauptfigur ist Katsuyuki Tanaka, Barista und Besitzer des Bear Pond Espresso in der oben genannten Stadt.
Tanakas Ziel war es, etwas zu schaffen, das als neue sensorische Erfahrung im Gedächtnis bleibt – etwas, das nach dem Verkosten vertraut wird und den Wunsch nach Wiederholung und Teilen erzeugt.
Gemeint ist die wohl originellste und innovativste „Kaffeeriegel“-Idee auf dem Markt: die Coffeedust Bar Experience.
Was ist anders an diesem Riegel?
Denken wir kurz nach: Es gibt Schokoriegel und Trinkschokolade – aber gibt es Espresso-Riegel und Kaffeeriegel im eigentlichen Sinn? Nein. Es gibt lediglich Riegel mit Kaffeegeschmack, bei denen der Kaffee nur Aroma ist und nicht die Hauptzutat.
Bei Tanaka ist es genau umgekehrt: Die Produkte bestehen ausschließlich aus den gleichen Grundbestandteilen seines Espressos:
- Kaffeebohnen
- Wasser
- Milch
- etwas Zucker
Praktisch also: fester Kaffee.
Ein Pionier seiner Szene
Tanaka war schon immer ein Vorreiter. Anfangs entsprach sein Espresso nicht dem Geschmack eines Publikums, das an klassische Mischungen gewöhnt war. Doch später entwickelte sich eine Anhängerschaft, und sein Bear Pond Espresso wurde zu einem Symbol der modernen Kaffeekultur in Japan (auch im Dokumentarfilm A Film About Coffee von 2014 zu sehen).
Die Kaffeebars
Die Riegel bestehen aus Kaffeepulver und werden vollständig von Hand gefertigt. Sie sind ausschließlich in seinem Café erhältlich – Tanaka verzichtet bewusst auf Patente, trotz möglicher kommerzieller Chancen.
Jeder Riegel enthält etwa 50 mg Koffein, also ungefähr die Hälfte einer klassischen Tasse Kaffee. Der Koffeingehalt und das Geschmacksprofil können je nach verwendeten Bohnen angepasst werden und bieten eine alternative Form des Kaffeegenusses.
Tanakas Idee
„Durch dieses Projekt habe ich viele Menschen kennengelernt, die meinen Kaffee nicht kannten. Ich war frustriert, dass ich ihnen meine Tasse nicht direkt anbieten konnte. Also habe ich beschlossen, tragbare, feste Kaffees zu schaffen – etwas, das ich wie eine Visitenkarte aus der Tasche ziehen und meine Idee von Kaffee direkt vermitteln kann.“
Eine einfache, aber starke Idee: Kaffee als tragbare Erfahrung.
Und wenn es um Qualität geht, bleibt der Gedanke derselbe – denn Qualität ist kein Zufall.






