Die Zeit für Vorhersagen der Zukunft rückt näher.
Wie in jedem Jahresende üblich werden Horoskope, Tarotkarten, Sibyllen und Numerologie herangezogen – in der Hoffnung, dass die kommenden Ereignisse uns wohlgesonnen sind.
Dieses Jahr können wir es mit der Kaffeomantie versuchen.
Wie der Kaffee selbst ist auch die Kaffeomantie eine Mantik arabischen Ursprungs, die durch das Lesen der Kaffeesatzreste erfolgt.
Sie gehört zur sogenannten Tasseomantie und ist eine Praxis, die sich während der größten Expansion des Osmanischen Reiches verbreitete – zunächst auf dem Balkan und später in Europa am Ende des 17. Jahrhunderts infolge der osmanischen Feldzüge.
Jede Form der Wahrsagung hat ihre Besonderheiten, und die Kaffeomantie interpretiert die Figuren, die sich im Inneren und außerhalb der Tasse aus dem Kaffeesatz bilden. Die Symbole sind der Schlüssel zur Deutung:
- Figuren im Inneren der Tasse stehen für die Zukunft
- Rückstände auf dem Unterteller stehen für die Gegenwart
Für eine korrekte Deutung sollte der Unterteller nicht bewegt werden, da die Position der Figuren entscheidend ist.
Wenn du dich daran versuchen möchtest, denke daran: Die Person, die die Deutung vornimmt, sollte sich vor dem Drehen der Tasse konzentrieren, um die Zeichen an den Innenwänden zu interpretieren. Anschließend wird die Tasse umgedreht und auf den Tisch gestellt, bis sie abgekühlt ist.
Grundverfahren
Der am häufigsten verwendete Kaffee ist der „türkische Kaffee“, hergestellt aus sehr fein gemahlenem Kaffee und Wasser, das in einem Metallgefäß gekocht wird. Die Mischung wird in eine weiße Porzellantasse mit Untertasse gegossen und decantiert. Man trinkt nur die Flüssigkeit und lässt den Satz am Boden zurück.
Die Tasse wird dann mit der Untertasse verschlossen und gedreht, während man sich konzentriert. Danach wird sie auf den Tisch umgedreht und ruhen gelassen, bis der Satz abgekühlt ist.
Eine weitere Methode: griechischer Kaffee
Eine weitere Variante ist der „griechische Kaffee“, aus sehr fein gemahlenem, hell geröstetem Kaffee. Drei Teelöffel Kaffee werden in kochendem Wasser im Metallgefäß aufgelöst, dazu kommen zwei bis drei Teelöffel Zucker.
Der Zucker wirkt nicht nur süßend, sondern auch als „Bindemittel“ für die entstehenden Bilder. Nach dem Trinken wird die Tasse erneut gedreht und anschließend auf einem Teller abgestellt und ruhen gelassen.
Die Deutung beginnt außen und geht dann nach innen über.
Die Symbole
Die Figuren werden in positive (hell) und negative (dunkel, dicht) unterschieden. Die Interpretation ist intuitiv und basiert auf dem ersten Bild, das der Betrachter erkennt.
(Es folgt ein ausführliches Symbollexikon A–Z, das hier sinngemäß übernommen wird, da es sich um eine lange Liste handelt.)
A–Z (Auszug der Bedeutungssystematik)
Die Symbole reichen von:
- ABETE (Tanne): innere Suche, Einsamkeit
- AEROPLANE: plötzliche Reise, neue Beziehungen
- ANKER: Stabilität, Glück
- HERZ: Liebe, Ehe
- SCHLÜSSEL: neue Perspektiven
- MOND: Glück oder Veränderung je nach Phase
- SONNE: Freude und Erfolg
- SCHIFF: Reisen oder Hilfe
- STERN: positive Veränderungen, Glück
- KREUZ: Opfer, Leid
- SCHLANGE: Verrat durch einen vermeintlichen Freund
Jetzt bist du dran – und viel Glück für die Zukunft!








