Im Jahr 1884 als Gerät zur Zubereitung von Espresso patentiert, anlässlich der Esposizione Generale al Valentino vorgestellt und in der Kaffeebar des Hotels Ligure am Piazza Carlo Felice, gegenüber dem Bahnhof Porta Nuova, von einem gewissen Angelo Moriondo entwickelt – so entstand die Espressomaschine.
Seitdem war sie Gegenstand von Studien, Weiterentwicklungen und Verbesserungen – nicht nur, um ihre Funktionalität zu erhöhen, sondern vor allem, um das Endprodukt zu perfektionieren: unseren geliebten Espresso.
Doch wie funktioniert eine professionelle Espressomaschine?
Grundprinzip
Vereinfacht gesagt wird in einer professionellen Kaffeemaschine Wasser unter Druck gesetzt und durch eine Kammer gepresst, in der sich zuvor gemahlener Kaffee befindet. Das Wasser fließt durch einen Filter, der nur die Flüssigkeit passieren lässt – und so erscheint der Kaffee in unserer Tasse.
Technischer Ablauf
Wenn wir ins Detail gehen – und das wollen wir – erhitzt die Maschine nach dem Drücken der Brüh-Taste innerhalb weniger Sekunden das Wasser auf etwa 90 °C und bringt es auf einen Druck von etwa 9 bar, um aus wenigen Gramm Kaffeepulver ein komplexes Aromenspektrum zu extrahieren, ohne dabei übermäßig viel Koffein zu lösen.
Die Phasen der Extraktion
- Zunächst entnimmt die Elektropumpe Wasser aus der Wasserleitung, setzt es unter Druck und leitet es zum Wärmetauscher, wo es erhitzt wird. Danach gelangt das Wasser zur Brühgruppe, wo es mit dem Kaffee in Kontakt kommt.
- Anschließend wird der Kaffee dosiert und im Siebträger verdichtet, der dann in die Brühgruppe eingespannt wird. Hier beginnt die entscheidende Phase der Vorinfusion.
- Die Vorinfusion, die nur mit professionellen Maschinen möglich ist, verlängert die Kontaktzeit zwischen Wasser und Kaffee, sodass Kohlendioxid aus den Zellstrukturen entweichen kann und die Extraktion erleichtert wird. Technisch handelt es sich um Perkolation, also den Durchfluss des Wassers durch das Kaffeepulver, wodurch Aroma, Geschmack und organoleptische Eigenschaften freigesetzt werden.
Ergebnis: der Espresso
Nur so bleibt der Kaffee in seiner Reinheit erhalten – und nur so entsteht die Crema, die als unverwechselbares Merkmal eines hochwertigen Espressos gilt.
Die mechanischen Komponenten der Maschine
Jede Funktion entspricht einem technischen Bauteil:
Wasserenthärter
Das erste Element zwischen Wasserleitung und Maschine. Er reduziert Kalk, Magnesium und andere Mineralien, um neutrales, reines Wasser zu gewährleisten – entscheidend für guten Espresso.
Boiler (Kessel)
Erhitzt das Wasser mithilfe einer Wärmequelle (elektrisches Heizelement oder Gasbrenner).
Wärmetauscher
Im Inneren des Boilers gelegen, ermöglicht er das Erreichen der optimalen Extraktionstemperatur von etwa 90 °C.
Brühgruppe
Hier wird der Siebträger eingespannt. Ein thermosiphonisches Umlaufsystem hält die Temperatur konstant und verhindert Qualitätsschwankungen.
Elektropumpe
Erhöht den Wasserdruck von 1–3 bar (Leitungsdruck) auf etwa 8–9 bar, die für die Extraktion notwendig sind.
Füllstandsregler und Magnetventile
Der Regler hält den Wasserstand im Boiler konstant, während die Ventile Wasser- und Dampfströme steuern.
Duschsieb
Verteilt das heiße Wasser gleichmäßig über das Kaffeepulver.
Siebträger
Enthält den Filtereinsatz, ist über eine Silikondichtung mit der Brühgruppe verbunden und verfügt über isolierte Griffe sowie Ausläufe für den Kaffee.
Wartung
Unverzichtbar ist zudem die regelmäßige Wartung und Reinigung der Maschine – insbesondere von Mahlwerk, Siebträger, Filter und Dampflanze.
Jetzt, da wir die Funktionsweise einer professionellen Espressomaschine im Detail kennen, fehlt nur noch die Mischung – und dafür steht Manuel Caffè: professionell, aromatisch, unwiderstehlich, mit der unverkennbaren Fähigkeit, höchste Qualität in einer einzigen Tasse zu vereinen.







